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Gebäudeenergiegesetz (GEG 2018)

Es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in einem neuen Gesetz zusammenzufassen. Das BMWi und das BMUB hatten bereits am 21.1.2017 einen Entwurf für ein "Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (Gebäudeenergiegesetz - GEG)" vorgelegt. Wegen handwerklicher Mängel und Meinungsverschiedenheiten in der Regierung wurde der Entwurf zunächst nicht weiterverfolgt. Ein neuer Entwurf des BMWi und des BMI ist für den Herbst 2018 geplant.

Die geplanten Eckpunkte des neuen Gesetzes sind:

  • Einführung des »Niedrigstenergiegebäudestandards (nZEB):
    Der zukünftige Niedrigstenergiegebäudestandard entspricht voraussichtlich etwa dem Effizienzhaus 55
  • Einführung des Niedrigstenergiegebäudestandards (nZEB) ab dem 1.1.2019 für öffentliche Nichtwohngebäude:
    Für öffentliche Gebäude muss der Niedrigstenergiegebäudestandard ab dem 1.1.2019 eingeführt werden.
  • Einheitliches Rechenverfahren auf der Basis der DIN V 18599:
    Das alte Rechnenverfahren nach DIN V 4108-6 / DIN V 4701-10 wird voraussichtlich abgeschafft. Dafür gilt für alle Gebäude die Neufassung der DIN V 18599 [2018-09]. Neu eingeführt wird ein Tabellenverfahren nach DIN V 18599-12.
  • Neue Primärenergiefaktoren
  • Neue Anrechnungsregeln für erneuerbare Energien wie PV, Windenergie etc.
  • Für Wärmebrücken wird es nach der Neufassung der DIN 4108 Beiblatt 2 neue Berechnungsmethoden geben. Das Beiblatt wird Ende 2018 erscheinen.
  • Die Anforderungen zur Nutzung erneuerbarer Energien (früher EEWärmeG) werden aus den bisherigen Anforderungen des EEWärmeG übernommen
  • Die Anforderungen an bestehende Gebäude bleiben voraussichtlich unverändert
  • Bei Erweiterungen von Gebäuden wird voraussichtlich nur noch der Transmissionswärmeverlust der Bauteile nachzuweisen sein:
    Anforderung 1,0 fache Wert des Referenzgebäudes.
  • Für die Dämmung von Rohrleitungen soll einheitlich eine Kenngröße von 0,25 W/(mK) vorgeschrieben
  • Neu eingeführt werden soll eine Erfüllungserklärung, in der die Erfüllung der Vorschriften des GEG nach Fertigstellung erklärt werden muss
  • Möglichkeit des Anschlusszwanges an ein Wärmenetz durch Gemeinden
  • Beibehaltung des Referenzgebäudes aus der EnEV 2013 (Anlage 1 und Anlage 2):
    Das Referenzgebäude aus der EnEV 2013 wird (bis auf redaktionelle Änderungen) voraussichtlich beibehalten werden
  • Im Energieausweis sollen in Zunkunft wieder Effizienzklassen nach dem Primärenergiebedarf vergeben werden. Denkbar ist auch eine Klassifizierung nach der CO2-Emission
  • Umsetzung der Vorgaben der EU-Bauproduktenverordnung - EU-BauPVO:
    Bezug auf die Neufassung der DIN 4108-4

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