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Passivhaus

Ein Passivhaus ist ein Gebäude, dessen Energiebedarf für Heizung so gering ist, dass auf eine konventionelle Heizung verzichtet werden kann (1,5 Liter-Haus). Bei einem Passivhaus wird auch der Verbrauch weiterer Energie (Licht, Haushaltsgeräte etc.) begrenzt. Das Passivhaus-Institut in Darmstadt hat den Standard für Passivhäuser entwickelt.

Die hohen Standards werden durch folgende Maßnahmen erreicht:

  • Passive Solarenergienutzung: optimale Orientierung der Gebäude zur Südseite
  • Hochwärmedämmende Fenster und Türen: UW bzw. UD ≤ 0,8 W/(m²K) mit Verglasungen Ug ≤ 0,8 W/(m²K)
  • Überdurchschnittliche Dämmung der Außenbauteile: U-Werte zwischen 0,10 und 0,15 W/(m²*K)
  • Wärmebrückenfreie Konstruktion: Ψ < 0,01 W/(m*K)
  • Oberflächentemperaturen mind. 17°C (bei einer Außentemperatur θe = -10°C)
  • Dichte Gebäudehülle: n50 < 0,6 [1/h]
  • Kontrollierte Wohnungslüftung: Anforderung 30 m³/(h*Person) mit Wärmerückgewinnung η > 80%
  • Latentwärmenutzung: Wärmepumpentechnik
  • Geringer Energieverbrauch bei der Brauchwasserbereitung und -verteilung
  • Erdreichwärmetauscher: Vorerwärmung der Frischluft
  • Verwendung effizienter Haushaltgeräte
  • Deckung des Restenergiebedarfs durch erneuerbare Energien (z.B. thermische Solaranlage)

Passivhaus - Anforderungen

Ein Passivhaus muß folgende Anforderungen erfüllen:

  • Heizenergie-Verbrauch unter 15 kWh/(m²*a)
  • Primärenergiekennwert: max: 120 kWh/(m²*a)
  • Luftdichtigkeit: n50 unter 0,6 1/h

Das Passivhhaus-Institut prüft und zertifiziert die Einhaltung des Passivhaus-Standards. Es hat ein spezielles Berechnungsverfahren entwickelt, das die Grundlage für die Zertifizierung bildet.

Förderung

Passivhäuser werden im Rahmen des KfW-Förderprogramms Energieeffzient Bauen gefördert. Grundsätzlich werden Passivhäuser als KfW-Effizienzhaus 55 gefördert. Bei Einhaltung der Anforderungen ist auch die Förderung als KfW-Effizienzhaus 40 möglich.

Weitere Informationen: »KfW-Förderung für Wohngebäude

Nachweise

Die Einhaltung der Anforderungen an ein Passivhaus wird mit dem Passivhaus-Projektierungs-Paket (PHPP) des Passivaus-Institutes nachgewiesen. Eigentümer können ihr Passivhaus auch beim Passivhaus-Institut zertifizieren lassen. Unabhängig davon müssen Passivhäuser auch die Anforderungen der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV) einhalten.

energie-m Energieberatung unterstützt Sie bei der Planung und Ausführung von Passivhäusern und stellt Ihnen die notwendigen Berechnungen auf.

Logo Passivhaus InstitutWeblinks

Passivhaus-Insitut
Dr. Wolfgang Feist
Rheinstraße 44/46
64283 Darmstadt
www: www.passiv.de